Der Platz’sche Garten befand sich in einer 1826 im italienischen Stil erbauten Villa und war einer der elegantesten Restaurants und Veranstaltungsorte in Würzburg. Es gab dort auch einen Biergarten und einen großen Ballsaal. Viele Jahre lang war der Zutritt zum Platz’schen Garten nur den oberen Gesellschaftsschichten gestattet.

Zwischen 1942 und 1943 wurden dort ca. 2000 Würzburger Juden vor ihrer Deportation in die Vernichtungslager im Osten Europas und nach Theresienstadt versammelt. Zu diesem Zweck mietete die Gestapo die Säle mehrere Male. Vom Platz’schen Garten mussten die Juden zum etwa zwei Kilometer entfernten Güterbahnhof Aumühle marschieren oder wurden unter Bewachung dorthin gebracht. Am 16. März 1945 wurde das Gebäude komplett zerstört. Heute findet man an der Stätte, am Friedrich-Ebert-Ring 2, ein 2010 eingeweihtes Denkmal in einem Garten.

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