Das Internationale Institut für Holocaust-Forschung

Erstmals wird eine jüdische Gemeinde im letzten Drittel des 12. Jahrhunderts erwähnt. Im späten 13. Jahrhundert ging es ihnen wirtschaftlich gut. Die Juden waren hauptsächlich in Geldverleih und Geldwechsel tätig. Die erste Synagoge wurde 1280 eingeweiht. In den Rindfleisch-Massakern von 1298 wurden 740 Juden ermordet. Innerhalb weniger Jahre wurde die Gemeinde von Juden aus Frankfurt wiederbelebt und hatte ca. 2.000 Mitglieder. Damals gab es dort eine bekannte Jeschiwa. In den Verfolgungen während der Pestzeit wurde die Gemeinde wieder zerstört. Eine kleine jüdische Gemeinde wurde neu errichtet. 1416 erhielten die Juden von König Sigismund einen Schutzbrief. 1451 wurde ihnen befohlen, besondere Kleidung zu tragen, um sie von den Christen zu unterscheiden. Nach unablässigen Protesten von Nürnbergern wurden die Juden 1499 von König Maximilian I. ausgewiesen. Die meisten fanden Zuflucht in Frankfurt. Danach war es Juden bis zum frühen 19. Jahrhundert nicht erlaubt, sich ständig in Nürnberg anzusiedeln. Erst 1862 durften sie offiziell eine Gemeinde gründen.
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