Das Internationale Institut für Holocaust-Forschung

Juden sollen erstmals um 1100 ansässig gewesen sein. Darunter waren vermutlich Flüchtlinge von den Rheinland-Massakern zur Zeit des Ersten Kreuzzuges (1096). In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts wuchs die Gemeinde in ihrem Einfluss und Wohlstand, aber litt zusammen mit dem Rest der jüdischen Gemeinden in Süddeutschland unter dem Zweiten Kreuzzug (1147), als die Kreuzritter 17 Juden ermordeten, darunter die drei Rabbiner der Gemeinde. Im Dritten Kreuzzug (1188) wurden die Juden abermals angegriffen, aber schafften es, in die örtliche Burg zu flüchten. Eine Synagoge wurde erstmals 1170 erwähnt. Ab 1247 lebten die Juden unter dem Schutz eines Bischofs, welcher mit der lokalen Stadtverwaltung um das Recht wetteiferte, die Juden zu besteuern. Wie die meisten damaligen Juden in Deutschland waren die Würzburger Juden hauptsächlich in Geldverleih und Geldwechsel tätig. Würzburg war auch ein wichtiges spirituelles Zentrum, und viele berühmte Rabbiner zogen Schüler aus ganz Deutschland und darüber hinaus an. Die Gemeinde fand in den Rindfleisch-Massakern 1298 ihr Ende, als 900 Juden an einem Tag ermordet wurden.
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