Die Deutsche Reichsbahn nahm eine wichtige Rolle bei der Implementierung der sogenannten "Endlösung der Judenfrage" ein. Die Gesellschaft, die dem Reichsverkehrsministerium unterstand, beschäftigte 1942 rund eine halbe Million Angestellte und 900.000 Arbeiter und beförderte sowohl im militärischen wie auch im zivilen Auftrag. Zwischen Oktober 1941 und Oktober 1944 transportierte die Reichsbahn Millionen von Juden zu den Konzentrationslagern und Mordstätten der Nazis. Mitarbeiter des Unternehmens handelten dabei in Absprache mit verschiedenen Behörden, vor allem mit dem Referat IVB4 des Reichssicherheitshauptamtes, das von Adolf Eichmann geleitet wurde. Die Reichsbahn stellte auf Anforderung Zugmaterial sowie Personal bereit und erstellte Fahrpläne sowie Routen für die Deportationen. Für jeden transportierten Juden wurde ein Fahrpreis in Rechnung gestellt.

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