Das Internationale Institut für Holocaust-Forschung

Liebe Hilda,
Wir sind jetzt am Bahnhof. Ein verständnisvoller Bahnarbeiter hat mir erlaubt, dir die folgenden Zeilen zu senden. Mein letzter Wunsch ist: Pass auf die Kinder und Mutter auf. Wir wurden grausam bestraft und leiden ungeheuerlich, aber wir wissen nicht einmal aus welchem Grund.
Lebewohl. Ich kann nicht einmal sagen: bis wir uns wiedersehen.
Aus tiefstem Herzen,
Raga
Meine Liebe,
In einigen Minuten werden wir vom Bahnhof losfahren und in die Unendlichkeit aufbrechen. Pass auf Mutter auf. Mein Mann und ich hatten die Möglichkeit zu bleiben weil wir Arbeiter sind, aber unser junger Sohn musste gehen und wir wollen nicht dass er auf seiner letzten Reise allein ist, deshalb gehen wir zusammen in den Tod.
Wir müssen uns mit unserem Schicksal abfinden.
Unser Haar ist über Nacht weiß geworden; bete zu Gott dass er dich vor den Dingen beschützt, die uns passiert sind. Das ist die letzte Nachricht von uns …
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Das Yad Vashem Projekt "Transporte": Konzept und Begriffe

Seit 2007 leitet das Internationale Institut für die Erforschung des Holocaust Yad Vashem ein Forschungsprojekt über Transporte von jüdischen Deportierten. Dabei werden diese Transporte als umfassendes, überstaatliches Phänomen und nicht im Rahmen von Holocauststudien zu einem bestimmten Land oder einer gewissen Gemeinde betrachtet. Die Transporte werden als historisches Ereignis von eigener Bedeutung und nicht nur als technische Umsetzungsphase betrachtet, während derer Juden von einem Ort zum anderen verschleppt wurden. Für die Umsetzung des recht vagen Konzepts von der "Endlösung der Judenfrage" waren die Transporte von ganz wesentlicher Bedeutung. Sie ermöglichten es der NS-Krake, ihre Arme bis in entlegene Herrschaftsbereiche des Dritten Reiches auszustrecken.

Anhand der vorliegenden Informationen über die Transporte werden sämtliche Transporte während des Holocaust aus dem deutschen Reichsgebiet, den besetzten Ländern, den Achsenmächten und wechselnder Bündnispartner rekonstruiert. Dabei bilden Zeitdokumente, Forschungen, juristische Dokumente, Zeugenaussagen und Memoiren die faktische Grundlage.

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The Holocaust Deportations Database Project is made possible through the generous support of:
The estate of Isaac Jacques Cohen of France , suirvivor from Thessaloniki
Société nationale des chemins de fer françaisSociété nationale des chemins de fer français

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Das Schienennetz der Reichsbahn 1942


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Januar 2014:
Erweiterung um Darstellungen zu 50 Transporten aus Luxemburg, Theresienstadt, Düsseldorf, Hamburg und Darmstadt.

Oktober 2013:
Angaben zu 63 Transporten aus Berlin und Breslau nach Auschwitz-Birkenau und an mehrere andere Zielorte in Osteuropa wurden hinzugefügt.

Juli 2013:
85 zusätzliche Transporte aus Frankfurt am Main, Dresden, Stuttgart, Nürnberg, Hannover, Düsseldorf, Aachen,Darmstadt, Königsberg und Tilsit
Im Januar 2013 wurden 33 Transporte aus Usti nad Labem (Aussig), Karlovy Vary (Karlsbad) und Opava (Troppau) ins Ghetto Theresienstadt hinzugefügt

Im November 2012 wurden 54 Transporte von Oppeln, Hamburg und Leipzig nach Theresienstadt hinzugefügt.

Am 4. April 2012 wurden 107 Transporte aus dem "Protektorat Böhmen und Mähren" sowie aus Köln, Breslau und München nach Theresienstadt hinzugefügt.

Januar 2012:
Derzeit werden auf der Seite Informationen zu 300 Transporten bereitgestellt, die aus Wien, Prag und Berlin abfuhren.

Im November 2012 wurden 54 Transporte von Oppeln, Hamburg, Münster und Leipzig nach Theresienstadt hinzugefügt