Benno Martin wurde am 12. Februar 1893 in Kaiserlautern geboren und starb am 2. Juli 1975 in München.
Im Ersten Weltkrieg diente er im deutschen Heer und bekam das Eiserne Kreuz Erster und Zweiter Klasse verliehen. 1920 trat er der bayerischen Staatspolizei bei und 1923 erhielt er den Doktorgrad in Recht. 1925 begann Martin am Staatspolizeihauptquartier in Nürnberg-Fürth zu arbeiten.
Nach seinem NSDAP-Beitritt 1933 begann sein rascher Aufstieg in der Partei. Seit 1933 leitete er Abteilung II im Nürnberger Polizeihauptquartier. 1934 wurde er SS-Mitglied und im selben Jahr wurde er zum Nürnberger Polizeichef ernannt. In dieser Stellung arbeitete er mit Bürgermeister Willy Liebel zusammen, einem der Hauptverantwortlichen für die Deportation der Juden aus Franken. Seine Vorgesetzten schätzten seine Arbeit und er wurde rasch befördert. 1942 hatte er die Titel Generalmajor, Höherer SS- und Polizeiführer und Polizeichef. 1944 wurde er SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS.
Nach dem Krieg wurde er aufgrund von Vorwürfen der Misshandlung russischer Kriegsgefangener und aufgrund seiner Mitwirkung in den Deportationstransporten zwischen November 1941 und September 1942 verhaftet. Trotzdem wurde er 1949 vom Oberlandesgericht Nürnberg-Fürth freigesprochen.

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