Grafenberger wurde am 14. März 1896 in Uffenheim geboren. Er war 1939 Kriminalrat und 1945 Kriminaldirektor, SS-Sturmbahnführer und Stellvertreter von Benno Martin, dem Nürnberger Polizeichef. Grafenberger leitete Abteilung II im Staatspolizeiamt Nürnberg-Fürth. In dieser Position war er im September 1942 für die Deportationen der Nürnberger Juden nach Theresienstadt verantwortlich.

Grafenberger hatte Medizin und Chemie studiert und einen Doktorgrad erhalten. Er nahm am Ersten Weltkrieg teil und verließ die Armee im Range eines Oberleutnants. Im Mai 1933 trat er der NSDAP und 1935 der SS bei. Seine Karriere begann er als Kanzleiassistent. Er wurde zur Pressepolizei und später zur Politischen Polizei versetzt. 1935-36 arbeitete er in der Abteilung für Kirchenfragen. Schließlich wurde er in die Abteilung für Judenangelegenheiten versetzt, wo er zuerst als Beamter, dann als Unterabteilungsleiter arbeitete, bis er Hans Macht als Leiter der Abteilung nachfolgte. Ab dem 1. Dezember 1942 war Grafenberger an der Staatspolizeistelle in Salzburg tätig. In einem Verfahren 1949 wurde er von allen Vorwürfen gegen ihn freigesprochen.

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